Köpfe der Zeitarbeit

ZEITARBEITSMENSCHEN - GANZ PERSÖNLICH

Birgit Albus

„Zeitarbeit ist für mich Chance und Leidenschaft!“


birgit-albus-01Freitag. Der 13‘te. Ausgerechnet! Gut, dass man in der Zeitarbeit eher selten Abergläubisch ist, denn ansonsten stünde unser Interviewtermin möglicherweise unter einem schlechten Stern. Tut er aber nicht. Im Gegenteil. Ratingen, eine romantische Stadt im geschäftlich ideal gelegenen Nirgendwo zwischen Rheinland und Ruhrpott, zeigt sich von seiner sonnigen Seite, die Stimmung im Standort-Büro von „Albus Personalservice“ ist sehr gut: Nicht nur das Wochenende naht, der Empfang ist familiär. Gute Voraussetzungen für ein Portrait-Interview. Der Kaffee wird serviert, das Mikrofon steht: Birgit Albus ist bereit!

birgit-albus-04Es ist ein Punkt, der mir in meiner mittlerweile ja doch ein paar Donnerstage langen Karriere als Berater (der ja zunächst einmal auch nur Besucher ist …) überdurchschnittlich häufig auffällt: Man merkt den Unterschied zwischen einem durch Frauen oder Männer geführten Unternehmen unverzüglich. Nicht sofort. Sondern unverzüglich. Die Atmosphäre ist herzlich, familiär, offen. Viele Männer in der Businesswelt machen ebenso just wie häufig an genau dieser Stelle den entscheidenden Fehler: Sie interpretieren diese Form von Atmosphäre als ein eher weiches Führungs- und Arbeitsverhalten. Wie grundstürzend falsch eine solche Annahme ist, beweist übrigens nicht nur der enorme Männerverschleiß der amtierenden Bundeskanzlerin…

Herzlich. Familiär. Offen. Der Auftakt könnte also gar nicht besser sein. Doch in all der Herzlichkeit, dem kredenzten Kaffee und Kuchen und sonstigem quasi-gastronomischen Allerlei….wird knallhart gearbeitet. Ein Auftrag wird noch gefixt. Ein Zeitarbeitnehmer, der noch im Büro ist, wird seines Problems, das er mitbrachte, ebenso fix wie professionell entledigt. Und geht glücklich nach Hause. Die Tür schließt sich, Ruhe kehrt ein. Vorwochenendruhe. Das Büro der Geschäftsführerin könnte auch das Büro jedes anderen Mitarbeiters sein – auch das ein ungemein großer Vorteil „weiblichen Führens“: Kein Gedöns, keine überflüssigen Insignien der „Macht“. Dafür viel Pragmatismus. Lösungskompetenz. Zielsetzung. Mit Frauen zu arbeiten ist das buchstäblich Beste, was einem passieren kann.

Wir sind uns nicht ganz klar, in welchem Raum wir das Interview durchführen. Schalltechnisch ist der Meeting-Raum völlig ungeeignet, dafür ist er besser für die Fotos geeignet, wie Andrea Menge feststellt. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte: Sehr schnell ist die quasi-gastronomische Vollverpflegung für uns Gäste also in den Meeting-Raum umgeräumt. Die Probe mit dem neuen Mikrofon läuft super – leider nur auf einer völlig falschen Tonspur, wie ich erst im Nachhinein feststelle …

Birgit Albus ist einer jener Menschen, die sowohl in sich ruhen als auch voller Power stecken. Sie ist –erkennbar- in ihrem Element: Gastgeberin, Unternehmerin, Gesprächspartnerin, Themenexpertin. Sie jongliert mit all diesen Rollen nicht nur mühelos, sondern sie lebt sie. Birgit Albus ist vor allem eines: Ein vollkommen authentischer Mensch!

birgit-albus-05Die Geschichte ihrer Zeitarbeitsbiographie beginnt in einem völlig anderen Kontext. Da, wo es keine Zeitarbeit gibt. Jedenfalls soll sie dahin. Birgit Albus soll, so der Wunsch der Eltern, Beamtin werden. Beamtin. Öffentlicher Dienst. Doch das wird nix. „(…) wenn sie in der Ausbildung in solchen Ämtern wie ‚Lastenausgleichsamt‘ sind …“ ergänzt sie – dann macht das einfach keinen Spaß. Ordnungsamt? Ja. Bauaufsichtsamt? Ja. Da hat man mit Menschen zu tun gehabt. Aber das war eben nur ein Teil der Ausbildung. Und auch nur ein Teil der als bedrohend langweilig empfundenen Tätigkeit. Die Geschichte der Birgit Albus ist die Geschichte einer Frau, die keine Lust hatte, als „graue Maus“ im öffentlichen Dienst zu enden – und lieber eine „Rampensau“ sein wollte, die vertrieblich ganz vorne steht, wenn der Applaus des Publikums vergeben wird. Dass der Weg in die Zeitarbeit dabei nicht zwangsläufig ist, zeigt sich in den auf die Ausbildung folgenden Jahren.

Was nun folgt, klingt klassisch: Nach dem erfolgreichen Ende der Ausbildung entscheidet sie sich…für eine Partnerschaft. Nicht nur das: Das erste Kind, ein Sohn, wird geboren. Der Sohn wird größer. Und die Powerfrau in Birgit Albus meldet sich zurück. „Als der Sohn im Kindergartenalter war, wollte ich ein bisschen was zum Haushaltseinkommen beitragen.“ Das tut sie dann auch. 1986 übernimmt sie einen Job. Nicht jedoch im öffentlichen Dienst …

birgit-albus-07Telefonmarketing. Das ist ihr Ding. „Call Center“ gibt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sie ist Vorreiterin. Sie übernimmt einen Job in einem Metier, das es als solches noch gar nicht gibt. „Das war wirklich zwischen Eierkartons in einer angemieteten Wohnung, mit vier Plätzen nebeneinander. Schon mit Trennwänden, aber wie schon gesagt, mit Eierkartons zur Schalldämmung.“ Klingt abenteuerlich. War es auch. Die kleine, bunte Truppe telefoniert für Telefax-Geräte. 1986 ein Highlight. „Der Slogan war: Ein DIN-A4-Blatt in zehn Sekunden um die Welt!“ bekräftigt sie wuchtig, als ob sie noch am Telefon sitzen würde. Aus heutiger Sicht, im Zeitalter der digitalen Vernetzung, fast wilhelminisch anmutend. Damals jedoch ein Kracher. Telefoniert wurde auf Terminlegung für die Außendienstler – mittlerweile längst ein Klassiker des Telefonmarketings. Mit Erfolg. „Wir haben eine Riesenwand gehabt, die war voll mit Post-it-Notes, alles Termine für die Außendienstler (…)“, erinnert sie sich. Und die Begeisterung von damals klingt in ihrer Stimme von heute mit – Powerfrau!

Es ist die Geburt der zweiten Karriere der Birgit Albus. Gegensätzlicher könnte es kaum sein: Aus der ehemaligen, angehenden Beamtin wird eine Cold-Call-Verkäuferin – je „kälter“ der Kunde, desto schöner die Herausforderung. „Vertrieb ist das, wo ich mich gefunden habe. Das heißt, ich konnte anderen Menschen etwas mitteilen, sie von etwas überzeugen.“

Die Geburt der zweiten Karriere wird von einer anderen Geburt unterbrochen: Nach dem Sohn wird eine Tochter geboren, und das bedeutet zunächst den familiär induzierten Rückzug aus der neu aufgemachten Karriere. Auch die Tochter kommt ins Kindergartenalter. Und erneut meldet sich die Powerfrau in Birgit Albus zurück. Erneut führt der Weg in das Telemarketing. Zwischenzeitlich hat sich das Branchenformat Call-Center etabliert. Sie wird Teamleiterin, schreibt eigene Gesprächsleitfäden. Eine Auftragsflaute im Call-Center-Unternehmen veranlasst sie, in die Stellenanzeigen zu schauen. Dort macht sie, es ist 2002, eine Entdeckung.

birgit-albus-08Ein Zeitarbeitsunternehmen in Düsseldorf sucht eine Telefonkontakterin. Der aus Oberfranken stammende Niederlassungsleiter lädt die Bewerberin ein. „Ich mag Dialekte, und habe die Angewohnheit, Dialekte meines Gegenübers zu übernehmen“, sagt Albus. Eine Strategie, die aufgeht: Sie wird eingestellt. Doch nicht nur das: Sie erhält das Angebot, als Disponentin zu arbeiten. Nach dem klar ist, was dabei zu tun ist, schlägt Birgit Albus zu. Der erste erzielte Neukunde bringt ihr einen persönlich kredenzten Blumenstrauß des Regionalleiters ein – ein prägendes Erlebnis: „Intrinsische Motivation sagt mir etwas!“, ergänzt sie. Und meint: Mit Menschen zu arbeiten heißt, sie zu motivieren. Zu motivieren, eigene Leistung zu erbringen – die anerkannt wird. Dieses Prinzip lebt sie übrigens noch heute. Allerdings zwischenzeitlich in ihrem eigenen Unternehmen.

Das Gespräch ist ungemein lebendig. Man merkt: Die Powerfrau Birgit Albus ist in ihrem Element. Gleich serienweise schildert sie Situationen aus dem vertrieblichen Alltag der Zeitarbeit. Neuer Auftrag, alles wird stehen und liegen gelassen, alle ziehen an einem Strang: Sie kennt und versteht Zeitarbeit als eine Teamleistung. Auch hier übrigens lässt sich ein deutlicher Unterschied zu manchem männlichen Branchengenossen erkennen: Vertrieb als „Ego-Trip“, in dem Götter neben dem reichlich einsamen, seriellen „Verkäufer des Monats“ nicht geduldet werden, ist ihre Sache nicht. Sie hat aus den „Goldgräberzeiten“ der Zeitarbeit gelernt – und fährt eine konsequent kooperative Führungsschiene.

birgit-albus-06Im Jahr 2004, kaum zwei Jahre nach ihrem Start in der Branche, kommt es mit der Schröder’schen Arbeitsmarktreform zu bedeutenden Änderungen: Die Zeitarbeit wurde einerseits dereguliert, andererseits unter den Primat der Tarifautonomie gestellt. Wie hat sie diesen Wechsel erlebt, frage ich sie. „Es war so ein ‚endlich‘; endlich gibt jemand eine Richtung vor. Endlich muss man (…) nicht mehr aus dem Stegreif etwas herzaubern. Endlich gibt es etwas, an das man sich halten kann.“ Sie beschreibt, an ihrem eigenen Werdegang, den Verlauf von den „Kinderschuhen“ der Zeitarbeit hin zu einer ganz normalen Branche mit ganz normalen Spielregeln. Was, frage ich, tippt sie, wie lange es dauern wird, bis auch in der öffentlichen Debatte die Branche diesen „Kinderschuhen“ entwachsen ist. Ihre Antwort fällt eindeutig aus: „Aus den Köpfen der Leute wird das so lange nicht verschwunden sein, wie nicht Qualifizierung anfängt bevor überhaupt jemand zur Zeitarbeit kommt.“ Was sie meint, und mit Beispielen aus der eigenen Praxis umschreibt, ist die Tatsache, dass speziell im gering qualifizierten Bereich (Lohn-)Anspruch und (Leistungs-)Wirklichkeit von Bewerbern surreal auseinanderklafft. Im Ergebnis zeigen sich in sozialen Netzwerken und politischen Diskursen polemisierende Menschen, die zwar an sich selbst gescheitert sind, aber dieses Scheitern einer ganzen Branche zuordnen. Sie pointiert es so: „Das hört sich jetzt vielleicht böse an, aber: Je höher der Intellekt, desto eher wird Zeitarbeit akzeptiert, das ist einfach so. Je niedriger der Intellekt, desto weniger wird Zeitarbeit akzeptiert.“

Auch dies sieht Birgit Albus mit einem eher menschlichen Aspekt. Sie schildert Beispiele, bei denen Mitarbeiter eingestellt wurden, die keinen wirklichen Lebenslauf auf die Beine gestellt bekamen – und es hat funktioniert. Menschen und Schicksale – der soziale Aspekt der Zeitarbeit wird in der öffentlichen Debatte im Regelfalle komplett ausgeblendet. Sie, die sie im Vorgespräch sagte, dass Politik nicht unbedingt ihr Thema sei, wird plötzlich sehr politisch. Und pointiert erneut.

birgit-albus-02Die vielen tausend Mittelständler in der Zeitarbeit, die sich, so wie ich, in ihren eigenen Niederlassungen um ihre Mitarbeiter kümmern, die leiden unter dem, was die Politik macht.“ Sie spricht damit die aktuellen Planungen der so genannten „Großen Koalition“ in Berlin an. Und wird noch deutlicher: „(…) und wenn die jetzt wieder eine Überlassungsgrenze machen wollen, dann werden wir wieder zurück gedrückt. Das heißt, uns wird das Abitur weggenommen, uns wird die mittlere Reife weggenommen, wir werden wieder unter den Hauptschulabschluss gedrückt. Das kann es nicht sein!“, sagt sie mit spürbar Verve. Es geht, hier spricht wohlgemerkt eine sozial orientierte Unternehmerin, nicht um Marge. Es geht um Qualifikation. Der Erfolg der Zeitarbeitsbranche hängt, wie alle anderen Branchen am Standort D auch, von der Qualifikation der Mitarbeiter ab. Albus sieht diesen Zusammenhang deutlich – und sie ist sicherlich nicht die einzige.

Birgit Albus kennt die Branche. Sie hat ihre Erfahrungen gemacht. Und weiß, aus eben dieser eigenen Erfahrung, dass es auch ‚schwarze Schafe‘ gibt – sie selbst hat es erlebt. Löhne wurden nicht ausgezahlt, Mitarbeiter wurden auf „Scheck“ gesetzt, und mussten auf eigene Kosten in die fernab gelegene Firmenzentrale fahren, um sich dort ihr wohlverdientes Geld abzuholen. Sie vergleicht ihre Erfahrungen und kommt zu dem Schluss, dass sie etwas ändern will. Und trifft eine Entscheidung. Nach der angehenden Beamtin und der erfolgreichen, aber angestellten Vertrieblerin eröffnet Birgit Albus ihren nächsten Karriereschritt: Sie wird Gründerin.

Zeitarbeit ist für mich Chance und Leidenschaft. Ich lebe meinen Traum. Ich mache das, was mir am meisten Freude macht. (…) Ich habe mich entschieden, dass zu leben und das zu tun, was mir persönlich am meisten Freude macht, und gleichzeitig anderen eine Chance gibt. Ja, ich würde sagen: Chance und Leidenschaft!“ Birgit Albus fällt es nicht schwer, ihre Motivation und ihr Motiv (ja, das ist in der Tat ein Unterschied!) zu umschreiben. Und auch hier ist der Zusammenhang eindeutig: Soziales Engagement, etwas mit Menschen zu tun zu haben, und damit obendrein den eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können – man merkt ihr an, dass sie sich einen Traum erfüllt hat.

2010 hat sich Albus mit ihrem eigenen Zeitarbeitsunternehmen selbstständig gemacht. Zwischenzeitlich hat sich eine Erweiterung ergeben, in Bergisch-Gladbach wurde eine zweite Niederlassung eröffnet.

Sie ist Mensch geblieben. Hat nicht abgehoben. Sich nicht etwas darauf eingebildet, plötzlich Unternehmerin zu sein. 2013 ist ein entscheidendes Jahr. Ihr Unternehmen besteht zu diesem Zeitpunkt drei Jahre (ein Datum, das in der Zeitarbeitsbranche bei Neugründungen ein sehr wichtiges ist…), und die mittlerweile zweifache Großmutter heiratet erneut. Es wird ein großes Fest. Und natürlich sind nicht nur Freunde und Angehörige mit dabei, sondern auch Mitarbeiter. So ist das, in diesem Unternehmen: Eigentlich sind alle Teil einer großen Familie. Und Birgit Albus ist mittendrin, das Zentrum. Man spürt, wie wohl sie sich dabei fühlt.

birgit-albus-03Können Frauen besser delegieren? Ist das Prinzip „große Familie“ etwas typisch Weibliches im Führungskontext? „Für mich ist das normal“, antwortet Albus trocken. Und schert sich nicht darum, ob das ein allgemeingültiges Prinzip ist. „Ich denke nicht, dass ich ein normaler Chef bin. (…) Bei mir ist es so, dass sich meine Führungsqualitäten aus den internen Mitarbeiterinnen zusammensetzen. Das heißt: Die haben die Qualitäten, die mir zum Teil fehlen.“ Ein Satz, der aus männlichem Munde kaum zu hören ist. Albus‘ Selbstverständnis als Unternehmerin und Vorgesetzte ist nüchtern, ohne jegliches Melodrama – und dabei absolut zielorientiert. Die Tatsache, dass sie anerkennt, das Mitarbeiter bestimmte Dinge besser können als sie, ist eben nicht Teil von Männern in solchen Fällen gerne unterstellter Führungsschwäche, sondern im Gegenteil Bestandteil des unternehmerischen Erfolges: Jeder an seinem Platz. Mit voller Ergebnisverantwortung. Und kooperativ induzierter Lösungskompetenz. Treffender kann man die Art erfolgreicher weiblicher Führung nicht umschreiben!

Der Tag endet. Birgit Albus‘ Ehemann kommt ins Büro, den für die Zeitarbeit nahezu obligatorischen Bürohund „Baxter“ im Schlepptau: Das Wochenende steht vor der Türe. Traditionell endet das Portraitinterview in einem Lieblingslokal unseres jeweiligen Gastes. Heute ist dies das „Ristorante San Marco“ im Herzen von Ratingen – eine wunderbare Trattoria. Auch Andrea Menge ist heute mit dabei. Es wird eine muntere Runde, die den Interviewtag dort abschließt.

birgit-albus 10Vorbehalte gegen die Zeitarbeit? Vorbehalte gegen ihre Eigenschaft als Gründerin, als Unternehmerin? Aber ja, hat sie erlebt. Und nimmt es locker. Was sie viel eher auf die Palme bringt, ist der isoliert genutzte Begriff der „Zeitarbeit“. Sie hat da eine andere Sicht. „Meine Mitarbeiter sind Leistungsträger. Der Kunde fordert diesen Dienst, diese Leistung an, ich biete sie. Ich bin Dienstleister. (…) Es gibt ganz, ganz viele Dienstleistungen, Dienstleister werden für viele Dinge in Anspruch genommen, und haben keinen schlechten Ruf, kein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit. Warum hält man am Begriff Zeitarbeit fest, der so verwirrend ist, der vielen Leuten suggeriert, es sei Arbeit auf Zeit?“ Sie redet sich noch mal in Rage. Wohl wissend, dass in den kommenden Wochen ein langjähriger Mitarbeiter von ihr in Rente gehen wird. Aus der Zeitarbeit. Jawohl. Das gibt es. Leiharbeiter? Pfui Deibel. Warum nennt man den Mitarbeiter nicht „Arbeitnehmer Personaldienstleistung“? Albus rüttelt mit Verve an all diesen Begrifflichkeiten.

Chance und Leidenschaft‘ ist das tragende Motto dieses Gesprächs, das mich ungemein beeindruckt hat. Albus, fest verwachsen mit dem Branchenalltag, fasst ihre Kritik an Begrifflichkeiten pointiert zusammen: „Man muss das Kind nur beim richtigen Namen nennen. Das ist meine Meinung!“

Recht hat sie.


2 Comments

  1. Super Interviews, Sie sprechen mir aus dem Herzen! Mein Respekt! Ich bin seit 1999 in der Zeitarbeit tätig und finde mich hier wieder! Toll!!

    • Koepfe

      29. Mai 2015 at 23:58

      Liebe Frau Strothmüller,

      vielen Dank für Ihren freundlichen Zuruf, über den wir uns sehr freuen! :-)

      Im Namen des Teams,
      beste Grüße,
      -Horst Buschmann-

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